Kopf

"Wir wollen
offene Ganztagsschule bleiben!"
Schule Schnuckendrift: Demo gegen Behörde

Dicke Luft vor der Schule Schnuckendrift: Am 25. Mai demonstrierten rund 70 Eltern und Schüler vor der Schule Schnuckendrift gegen die ihrer Meinung nach bevorstehende Verschlechterung der Ganztagsbetreuung. Als Marita Cassens von der Schulbehörde, die sich zu einem routinemäßigen Besuch der Schule angemeldet hatte, die Protestler sah, bahnte sie sich gruß- und wortlos und mit versteinerter Miene den Weg aufs Schulgelände.

Demo1Eltern und Schüler demonstrier- ten vor der Schule Schnuckendrift gegen eine mögliche Verschlechte- rung der Ganztagsbetreuung.
 

 

Dieses Verhalten kam bei den Demonstranten nicht gut an. Es bestärkt sie in ihrer Kritik an der Schulbehörde. Laut Auskunft des Elternratsvor- standes soll die Schule Schnuckedrift in naher Zukunft in eine reine Ganztagsschule in schulischer Verantwortung (GTS) umgewandelt werden.
Bislang firmierte die Schnuckendrift aber als off ene GTS. "Das bedeutet, allen Kindern ‒ von der Vorschule bis zur 4. Klasse ‒ können am off enen Ganztagsangebot teilnehmen.
Die Eltern der Grundschule Schnuckendrift wählten dieses off ene GTS-System. Die Erzieher des Margaretenhortes kümmern sich liebevoll um die Betreuung unserer Kinder. Sie machen die Schule auch am Nachmittag zu einem attraktiven Lernort.
Auch wird die Ferienbetreuung durch den Margarethenhort gestaltet", erklärt das Mitglied des Elternratsvorstandes, Diana Otto. Elternratsvorstandsmitglied Nicole Kegel-Behr ergänzt, dass man mit der Schulbehörde bereits vor Längeren um eine weitere Verbesserung der Ganztagsbetreuung, nämlich der anztägigen Bildung und Betreuung (GBS) mit außerschulischem Partnern ersucht habe. Die GBS, die von den betroff enen Eltern ebenfalls favorisiert wird, wäre die beste Lösung, so Kegel-Behr.

Demo2

Nicole Kegel-Behr fordert im Namen der Eltern den Betreuungsschlüs- sel von 1:23.
"Wir sind arbeitende Eltern und wollen, genauso wie die Grundschule Schnuckendrift, nur das Beste für unsere Kinder", betont die Mutter. Der Elternratsvorstand habe 2014 einen Umstellungsantrag bei der Schulbehörde, von GTS auf GBS, gestellt. Die Schulbehörde habe den Antrag nie schriftlich abgelehnt.
Die Schulleitung wäre durch den Leiter des Amtes für Bildung, Thorsten Altenburg-Hack, mündlich in Kenntnis gesetzt worden, dass der Senator diesem Antrag nicht stattgeben wird.
Vor Beginn der Ganztagesbetreuung im Sommer 2013 hätte es die Auskunft gegeben, dass man das GTS-System leicht in den GBS- Modus umwandeln könnte. Dann wären die Bürgerschafts-Neuwahlen 2015 gekommen.
In deren Vorwege wurde die Schule in einem persönlichen Gespräch informiert, dass der Schulsenator einen Antrag weiterhin ablehnt. Dies wurde vom Schulsenator Ties Raabe dem Elternrat auf einer Kreiselternratssitzung bestätigt. Im November 2015 wurde der Schule signalisiert, dass es keinen Wechsel von GTS zu GBS geben wird.
Jedoch sei versichert worden, dass das bisherige GTS-System fi -nanziell besser ausgestattet wird. Geschehen sei aber nichts. Bis jetzt habe es nur Versprechungen gegeben, erläutert Otto. Nach Ansicht der Eltern würde die Schulbehörde das bestehende Angebot nun noch weiter verschlechtern.
"Ab dem 1. August 2016 wird es an der Schule eine neue Ganztagsbetreuung geben, da der Schule die fi nanziellen Mittel ausgehen. Die Schulbehörde stellt nicht die zuvor mündlich versprochenen zugesagten Mittel bereit.
Die Schule Schnuckendrift sieht sich gezwungen, die Ganztagsbetreu- ung zu verändern. Im Moment sieht es so aus, das der Margarethenhort nicht mehr als Kooperationspartner zur Verfügung steht wird. Die vertrauten, gut ausgebildeten Erzieher werden gekündigt. Die Stammgruppen von jeweils 23 Kindern werden aufgelöst und in große "Aufbewahrungsgruppen" aufgeteilt. Der Schulleitung seien praktisch die Hände gebunden, da Altenburg- Hack keine "negativen Energien" wünscht.
Diese könnten der Schule auch nachteilig ausgelegt werden", sagt Otto. Die erzürnten Eltern haben an die Schulbehörde unter anderem folgende Fragen: "Welches Budget erhält die Schule für welche Betreuungsqualität?
Welche Faktoren haben Einfluss auf die Höhe des Budgets? Wie ist die bisherige Vertragslage (inklusive Anzahl der MA) mit dem Margarethenhort?" Elternvertreterin Virginie Kaaf spricht den anwesenden Eltern aus der Seele: "Wir wollen weiter offene Ganztagsschule bleiben, wo die Eltern entscheiden, wie viele Tage sie brauchen."
Und Otto und Kegel-Behr betonen, dass sie sich von der Schulbehörde nicht abspeisen lassen wollen. Eine Unterschriftenakti- on sei geplant, betroff ene Eltern würden Briefe an die Behörde schreiben und auch die Aktivierung der örtlichen Politik wäre angedacht, so die Elternvertreter.
Nicole Kegel-Behr fordert im Namen der Eltern den Betreuungsschlüssel von 1:23. Eine Unterschriftenaktion sei geplant, betroff ene Eltern würden Briefe an die Behörde schreiben und auch die Aktivierung der örtlichen Politik wäre angedacht, so die Elternvertreter.
 

Schulfest

Am 10. Juni präsentieren die Schüler der Grundschule Ohrnsweg auf ih- rem Schulfest die Ergebnisse einer vielseitigen Projektwo- che unter dem Thema: "Deine ‒ meine ‒ unsere Welt". Die Gäste erwartet von 15 bis 18 Uhr ein interessantes und abwechslungsreiches Pro- gramm, das zum Mitmachen einlädt.

Erfahrungs-austausch

Die Selbsthil fegruppe Hautkrebs Buxtehude triff t sich am 1. Juni um 19 Uhr in der Personal-Cafeteria im Elbe Klinikum Buxtehude zum Informa- tions- und Erfahrungsaustausch. Es handelt sich um eine offene Gruppe der Krebsnachsorge Sta- de e.V. Interessierte sind willkom- men. Auskunft erteilt Annegret Meyer, unter Tel. 04141 788698.

Kleiderspenden in der Michaeliskirche ■

Am 2. Juni von 15.30 bis 17.30 und am 4. Juni von 9. bis 12 Uhr (Ach- tung!! Geänderte Öffnungszei- ten am Sonnabend) haben alle Interessierten die Möglichkeit, einige der sehr vielen gut erhal- tenen Kleidungsstücke im Juki- Haus der Michaeliskirche, Cux- havener Straße 323, für wenig Geld zu erwerben. Die Einnahmen werden gespen- det und kommen hilfsbedürfti- gen Kindern und Erwachsenen in Hamburg sowie den Projek- ten der Michaeliskirche in Nepal oder Afrika zu Gute. Kleiderspenden können im Juki- Haus (links neben der Michaelis- kirche) montags bis freitags Vor- mittag abgegeben werden. Das Team der Kleiderkammer bit- tet aber darum, dass an den Ver- kaufstagen keine Kleiderspenden abgegeben werden.

...der Krieg ist nur woanders

"Der Krieg ist nicht vorbei, er ist nur woan- ders." Unter dieses Motto hat die Finkenwerder Geschichtswerkstatt im "Kunstförderung Finkenwerder e.V." eine Ausstellung gestellt, die am Dienstag, 1. Juni, um 18 Uhr in der Fritz-Schumacher-Kapelle am alten Friedhof (Norderkirchenweg) eröff net wird. Die Ausstellung zeigt Texte und Bilder, vor allem Feld- postkarten einer Finkenwerder Fa- milie, und vermittelt einen Eindruck vom Denken und Fühlen während des 1. Weltkriegs. Anlass ist der Tod von Gorch Fock in der Skagerrak- Schlacht 1916. Öff nungszeiten sind jeweils Dienstag/Donnerstag,15 bis 18 Uhr, bzw. nach Anmeldung un- ter 7427992.

 

 

copyright Hannelore Bobeck